Die Maine Coon ist eine eindrucksvolle Halblanghaar-Katze, wer sie einmal in ihrer gewohnten Umgebung erlebt hat,
vergisst diese Begegnung meist so schnell nicht wieder. Nicht nur wegen ihrer imposanten Statur, sondern auch wegen
ihres liebenswerten Wesens. Mich faszinieren vor allem die Kater dieser Rasse, die mit ihren bis zu 10 kg Körpergewicht
und einem manchmal etwas grimmigem Gesichtsausdruck auf einen zukommen, und dann mit ihren überraschend leisen und zarten
Stimmen ihre Streicheleinheiten einfordern.
Über die Herkunft der Maine Coon gibt es unzählig viele Geschichten und Legenden. Am wahrscheinlichsten ist es, dass Einwanderer und Seeleute ihre Langhaarkatzen mit nach Amerika brachten und diese sich dann mit einheimischen Katzen paarten. Das rauhe Klima begünstigte eine schnelle Anpassung in Form eines dichten, wärmenden und wasserabweisenden Felles. Der Name der Maine Coon setzt sich zusammen aus dem Herkunftsort Maine, dem nordöstlichstem Bundesstaat Amerikas, und der engl. Bezeichnung für Waschbär (Racoon), da besonders die black tabby Maine Coon mit ihrem buschigem Schwanz an einen Waschbär erinnert. Anfangs glaubten die Leute das Maine Coon Katzen eine Kreuzung aus Katze und Waschbär seien, was allerdings genetisch unmöglich ist.
Mein Lieblingsthema - fand ich anfangs vor allem das Aussehen der Maine Coon beeindruckend ist es nun mehr und mehr ihr
Wesen das mich fasziniert. Maine Coon Katzen sind einfach etwas Besonderes und man muss sie erlebt haben um das zu
verstehen.
Maine Coon Katzen sind ausgesprochen gesellig und sollten daher nie allein ohne andere Tiere gehalten werden. Ein neu hinzugekommenes Jungtier wird oft schon nach wenigen Tagen "adoptiert" und von den älteren Katzen umsorgt und geputzt.
Eine Maine Coon fordert, auch wenn sie in Gesellschaft anderer Katzen lebt, mehr oder weniger hartnäckig Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten von ihrem Menschen. Wenn man auf leises Gurren und Schnurren nicht gleich reagiert, kommt schon mal ein vorwurfsvolles Mauzen von der Seite.
Die Legende von der Kreuzung mit Waschbären hängt sicher auch mit der Wasserliebe der Maine Coon zusammen. Viele Maine
Coon Katzen spielen gerne mit Wasser, schaufeln den Wassernapf leer oder werfen ihr Spielzeug hinein, trinken aus dem
Wasserhahn oder spielen mit dem Wasserstrahl, auch eine "Dusche" aus der Spritzpistole zur Erziehung stört sie oft nicht.
Lancelot benützt das nasse Waschbecken auch gelegentlich als Schlafplatz ;o)
Wie alle Katzen sind auch Maine Coons von Natur aus neugierig. Sie "helfen" gerne, ob beim tapezieren, Betten machen oder Fußboden fegen. Seien Sie sicher, mit so guter Hilfe dauert die Arbeit meistens doppelt so lange, macht aber auch doppelt so viel Spaß :-)